
Kinderbetreuungsgeld (KBG) in Österreich – Alle Modelle 2026
Das Kinderbetreuungsgeld (KBG) ist eine staatliche finanzielle Unterstützung für Eltern nach der Geburt. Es gibt zwei Hauptmodelle – welches am besten passt, hängt von Einkommen, Arbeitszeit und Karenzplanung ab. Alle Informationen basieren auf dem Bundeskanzleramt Österreich und der Arbeiterkammer – Stand 2026.
📊 Die zwei Modelle im Vergleich
Für alle Eltern – unabhängig davon, ob vor der Geburt gearbeitet wurde. Bezugsdauer flexibel wählbar: Je länger, desto niedriger der Tagessatz.
| Bezugsdauer (1 ET) | Tagessatz 2026 |
|---|---|
| 365 Tage (12 Mon.) | 41,14 € |
| 456 Tage (15 Mon.) | 32,89 € |
| 608 Tage (20 Mon.) | 24,67 € |
| 851 Tage (28 Mon.) | 17,65 € |
20 % Partneranteil unübertragbar. Zuverdienst: bis 18.000 €/Jahr.
Für Eltern mit höherem Einkommen, die kurz pausieren möchten. Voraussetzung: 182 Tage ununterbrochene sozialversicherungspflichtige Arbeit vor Geburt.
- Höhe: 80 % des Letzteinkommens (Wochengeld-Basis)
- Maximum 2026: 80,12 €/Tag (~2.400 €/Monat)
- Minimum: 41,14 €/Tag (Sonderleistung I)
- Bezugsdauer: max. 365 Tage (1 ET) / bis 14. Lebensmonat (beide ET)
- Zuverdienst: nur 8.600 €/Jahr erlaubt
- Kein gleichzeitiger AMS-Bezug möglich
💰 Partnerschaftsbonus – 1.000 € Extra
Wenn beide Elternteile das KBG annähernd gleich aufteilen (Verhältnis 40:60 bis 50:50), erhält jeder Elternteil einmalig 500 Euro als Partnerschaftsbonus – insgesamt also 1.000 Euro. Voraussetzung: Jeder muss mindestens 124 Tage KBG bezogen haben. Den Antrag stellt ihr beim zuletzt zuständigen Sozialversicherungsträger – am besten gleich am Ende des KBG-Bezugs.
✅ Voraussetzungen & Antrag
- Hauptwohnsitz in Österreich (Kind + Elternteil)
- Anspruch auf und Bezug von Familienbeihilfe
- Mittelpunkt der Lebensinteressen in Österreich
- Mutter-Kind-Pass-Untersuchungen fristgerecht (10 Untersuchungen: 5 in Schwangerschaft + 5 beim Kind)
- Bei der ÖGK (oder zuständigem Träger)
- Online über mein.oegk.at
- Frist: Max. 182 Tage rückwirkend – nicht zu lange warten!
- Empfehlung: gleich nach der Geburt beantragen
Werden die Mutter-Kind-Pass-Untersuchungen nicht fristgerecht nachgewiesen, wird das KBG um 1.300 Euro gekürzt. Alle Termine rechtzeitig wahrnehmen und dokumentieren.

Kinderbetreuungsgeld in Österreich – ein Überblick
Das Kinderbetreuungsgeld (KBG) ist eine finanzielle Unterstützung für Eltern in Österreich nach der Geburt eines Kindes. Es gibt verschiedene Modelle – welches für euch am besten passt, hängt von Einkommen, Arbeitszeit und persönlichen Plänen ab.
Die zwei Hauptvarianten
- Pauschales Kinderbetreuungsgeld – fixe monatliche Beträge, unabhängig vom früheren Einkommen. Vier Zeitmodelle wählbar (z. B. 365+92 Tage bis 851+212 Tage). Je kürzer die Bezugsdauer, desto höher der monatliche Betrag.
- Einkommensabhängiges KBG (eKBG) – 80 % des letzten Nettoeinkommens, max. 2.000 € pro Monat, für maximal 365+92 Tage. Voraussetzung: Erwerbstätigkeit in den letzten 6 Monaten vor der Geburt.
Wer kann KBG beziehen?
- Beide Elternteile können wechselnd KBG beziehen (Partnermonate)
- Anspruch haben Personen mit Hauptwohnsitz in Österreich
- Zuverdienstgrenze beachten: Beim pauschalen KBG darf ein gewisser Betrag dazuverdient werden
Mutter-Kind-Pass Pflicht
Um das volle KBG zu erhalten, müssen die Mutter-Kind-Pass-Untersuchungen fristgerecht nachgewiesen werden. Werden die 5 Schwangerenuntersuchungen und 5 Kindesuntersuchungen nicht rechtzeitig eingetragen, wird das KBG um 1.300 € gekürzt.
Antrag stellen
Den Antrag stellst du beim zuständigen Krankenversicherungsträger (meist ÖGK) oder online über mein.oegk.at. Am besten gleich nach der Geburt – der Antrag sollte innerhalb von 6 Monaten gestellt werden, um keine Leistungen zu verlieren.
KBG-Rechner
Auf der offiziellen Website der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK) gibt es einen kostenlosen Rechner, mit dem du berechnen kannst, welches Modell für deine Familie am meisten Sinn ergibt.
❓ Häufige Fragen zum Kinderbetreuungsgeld
Welches Kinderbetreuungsgeld-Modell ist das Beste?
Wann muss ich Kinderbetreuungsgeld beantragen?
Was ist der Papamonat – und wie unterscheidet er sich vom KBG?
Kann ich KBG beziehen und gleichzeitig arbeiten?
Was passiert, wenn ich die MKP-Untersuchungen verpasse?
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