Kinderbetreuungsgeld in Österreich – ein Überblick
Das Kinderbetreuungsgeld (KBG) ist eine finanzielle Unterstützung für Eltern in Österreich nach der Geburt eines Kindes. Es gibt verschiedene Modelle – welches für euch am besten passt, hängt von Einkommen, Arbeitszeit und persönlichen Plänen ab.
Die zwei Hauptvarianten
- Pauschales Kinderbetreuungsgeld – fixe monatliche Beträge, unabhängig vom früheren Einkommen. Vier Zeitmodelle wählbar (z. B. 365+92 Tage bis 851+212 Tage). Je kürzer die Bezugsdauer, desto höher der monatliche Betrag.
- Einkommensabhängiges KBG (eKBG) – 80 % des letzten Nettoeinkommens, max. 2.000 € pro Monat, für maximal 365+92 Tage. Voraussetzung: Erwerbstätigkeit in den letzten 6 Monaten vor der Geburt.
Wer kann KBG beziehen?
- Beide Elternteile können wechselnd KBG beziehen (Partnermonate)
- Anspruch haben Personen mit Hauptwohnsitz in Österreich
- Zuverdienstgrenze beachten: Beim pauschalen KBG darf ein gewisser Betrag dazuverdient werden
Mutter-Kind-Pass Pflicht
Um das volle KBG zu erhalten, müssen die Mutter-Kind-Pass-Untersuchungen fristgerecht nachgewiesen werden. Werden die 5 Schwangerenuntersuchungen und 5 Kindesuntersuchungen nicht rechtzeitig eingetragen, wird das KBG um 1.300 € gekürzt.
Antrag stellen
Den Antrag stellst du beim zuständigen Krankenversicherungsträger (meist ÖGK) oder online über mein.oegk.at. Am besten gleich nach der Geburt – der Antrag sollte innerhalb von 6 Monaten gestellt werden, um keine Leistungen zu verlieren.
KBG-Rechner
Auf der offiziellen Website der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK) gibt es einen kostenlosen Rechner, mit dem du berechnen kannst, welches Modell für deine Familie am meisten Sinn ergibt.
